Auf nach Nordirland (oder doch Westeros?)

Als im Oktober 2018 an einem regnerischen Samstag Morgen ein Flugangebot für eine Direktverbindung nach Belfast in meinem Mail-Eingang landet überlege ich weniger als 5 Sekunden, ob es eine gut Idee ist den Flug nach Nordirland zu buchen und schlage sofort zu, ohne mir bis dato Gedanken über das Reiseziel gemacht zu haben. Obwohl ich bereits die Möglichkeit hatte die Republic of Ireland, Schottland und England zu besuchen, mir die British Isles somit durchaus vertraut waren, hatte mich Nordirland noch nie zuvor so dermaßen angesprochen. Es war mir einfach noch nie in den Sinn gekommen, dieses Fleckchen Erde, dass sich eine Insel mit Irland teilt, zu besuchen. Diese Ignoranz meinerseits sollte sich spätestens als ich an der Atlantikküste dem Gebiet der Giant’s Causeway und der unfassbar wilden und rauen Schönheit der felsigen Landschaft, welche an die zügellose See grenzt, gegenüberstehe, bitter bereuen. Der herrische Wind, der mich mehr als zu einmal von den Beinen zu heben drohte, ist bei einem Besuch der britischen Inseln quasi Teil des Pakets, aber an diesem nördlichen Stückchen Erde ist er definitiv mehr als nur ein Grund sich besonders warm und gut einzupacken; Die Böen sind eindeutig Bestandteil der Kulisse und der Naturgewalten, die diese stürmische Märchenlandschaft geformt haben und wenn man an einer der vielen Klippen in die Ferne sieht, möchte man fast meinen einen der Drachen aus Westeros erkennen zu können und meint sogar Rufe nach einem King in the North zu leise widerhallen zu hören…

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