Geküsst vom Winter.

Die Natur agiert als kunstvolle Dichterin: Viermal jährlich ist sie damit beschäftigt, ihren landschaftlichen Korpus mit neuen Reimen, Hyperbeln und Symbolen ihren Betrachtern den Atem zu rauben.

Oft betrachten wir die Wintermonate mit gemischten Gefühlen, geprägt von der Vorfreude auf den Frühling erscheint es nach dem Weihnachtsfest als unmöglich das hier und jetzt in der Eiswelt zu genießen und die kalte Winterluft als eben jenes Geschenk zu erachten, das sie ist.

Was genau bewegt einen Menschen dazu, sich bei Eiseskälte mit den Tourenskiern im Gepäck einen Marsch auf den nächstbesten Hügel anzugehen? Der Moment, wenn es plötzlich klar wird, dass sich außer einem selbst, niemand auf der Spitze ebendieses Berges befindet. Maximal Tierspuren, die sich das weiße Schneefeld entlangziehen und ein Blick der dir von der Natur geschenkt wird. Dir und vielleicht auch deiner Kamera.

Da wirst du geküsst. Geküsst vom Winter.

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