Rückblick aufs Fotojahr 2017: Ein Highlight Shooting mit bezaubernden Tieren!

Ein persönlicher Rückblick auf ein ganz besonderes Shooting mit Tanja Brandt und Manfred Karisch, sowie die Planung und der Aufbau eines Shootings mit Tieren stehen hier ganz im Fokus.

Eine einwandfreie Planungsteilung, die bei der Realisierung eines jeden Fotoprojekts notwendig ist, bei aller Kreativität braucht man einfach auch grobe Anhaltspunkte, die es einem ermöglichen am Shootingtag einem groben Ablauf zu folgen und wenigstens ein paar der Ideen, die in einem Schlummern umsetzen zu können. Natürlich beruht der größte Teil an Resultaten bei freien Projektarbeiten auf allem was sich aus der Situation ergibt: Dem Zusammenspiel aus Model und Fotografen, dem Wetter und vor allem auch dem Einfluss der Umgebung auf die Personen vor und hinter der Kamera. Die Möglichkeit mit so fabelhaften Tieren wie Gandalf, Bärbel und Phönix ein Projekt gestalten zu dürfen führt uns auch zu einem der für Tierfotografen am wichtigsten Aspekte: Nämlich der Reaktion der Tiere auf die Shooting Situation. Schon allein wenn man versucht Tiere alleine in ihrem gewohnten Umfeld fotografisch festzuhalten wird schnell klar: Ein Konzept ist hier nur eine grobe Vorstellung. Das Tier, das seinen eigenen Willen so frei und ohne Scheu einem Fotografen vorsetzt und auf dessen vom Shooting Alltag oft detaillierte geplante Abläufe pfeift ist es, was die Arbeit eines Fotografen mit Tieren so unglaublich wertvoll macht. Greifvögel durften wir schon zuvor ablichten und auch Tanjas Bande ist natürlich super gut geübt im Posieren und im Umgang mit Models, aber auch hier gilt eines zu beachten: Die Chemie muss stimmen. Der Plan ein Shooting zusammen mit den wundervollen Käuzchen, Eulen und Bussarden in Verbindung mit einem Model zu realisieren war somit vor allem davon abhängig, ob sich innerhalb von kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis zwischen der feenhaften Caro und den entzückenden Vögeln mit ihrem eigenen Willen aufbauen lässt. 

Die gesunde Nervosität vor einem jeden Shooting wurde um einiges weniger, als wir gemeinsam mit Tanja und ihren Vögeln ein paar schöne Tieraufnahmen machen durften und die Make Up Artistin unser Model noch mehr in eine Waldelfe verwandelte.

Mit dem Aufsetzen der Blumenkrone war die Verwandlung dann bald komplett abgeschlossen und mit all unseren mentalen Konzepten und nach all unseren Vorbereitungen wollten wir nun nichts mehr, als die Idee wir alle klar vor uns sahen in die Tat umsetzen.

An der kleinen Lichtung in der an unsere Niederlassung grenzende Waldfläche, hatten wir das Gefühl, das perfekte Licht und mit all den ausgeprägten und weit verwurzelten standhaften Bäumen auch die perfekte natürliche Umgebung für unser Vorhaben gefunden zu haben.

Gemeinsam mit Phönix, Bärbel, Gandalf, Tanja und Model standen wir nun da und waren bereit anzufangen, nachdem so viele Wochen mit der Vorbereitung auf diese Gelegenheit vergangen waren. Wir hatten unsere Waldfee Caro, von der wir bereits wussten, dass sie besonders tierlieb und erfahren im Umgang mit sensiblen Tieren ist, schon mit Tanjas Meute bekannt gemacht und waren uns bewusst, dass hier sehr viel an Interaktion möglich sein würde, einfach weil wir ein Model gefunden hatten, das keinerlei Berührungsängste und sehr viel Intuition mitbringt. Dieser Glücksgriff offenbarte sich dann gänzlich als wir mit dem eigentlichen Shooting begonnen hatten: Ohne jegliche Scheue begann Caro wie selbstverständlich zu posieren und mit den unglaublichen Tieren eine Reihe an Bewegungen zu vollführen. Das dabei offensichtliche Verständnis zwischen Tier und Mensch lässt sich anhand der Fotos erahnen: Beim kleinsten Anzeichen des Gefühls von Unsicherheit auf Seiten der Vögel, erfolgt ein Ausgleich des Models in Form eines Posenwechsel, eines ruhigen Wortes oder einer zärtlichen Berührung, wie das sanfte Streichen über das Gefieder.

 

Genau dieses Vertrauen, das wir uns so für das Shooting erhofft hatten, ermöglichte es einen solchen Tag mit fotografischer Begleitung umzusetzen ohne eine Stresssituation auf Seiten der Tiere zu verursachen. Das Wohl der Vögel steht immer im Vordergrund und um ihnen eine entspannte Atmosphäre zu bieten, brauchte es neben einem fantastischen Model auch einiges an Ruhe und Entspannung auf Seiten der Fotografen. Die Tiere zeigen eindeutig, was sie als angenehm empfinden und was nicht.

Alles in allem lässt sich auch beschreiben, dass die Betrachtungsweise von Fotograf zu Fotograf gänzlich unterschiedlich ist. Mit insgesamt drei Fotografen und eigentlich einem Kernmotiv, nämlich dem Model Caroline und Tanjas charmante Greifvögelchen, gingen wir am Ende des Tages mit jeweils sehr individuellen Bildern nach Hause. Es wurde nicht nur parallel nebeneinander fotografiert, auch einzelne Ideen von einem jeden Fotografen konnten spontan umgesetzt werden, wobei auch hier wieder von allen hinter der Kamera fotografiert wurde. Der Blickwinkel und die Bearbeitung machen jedoch einen unglaublich großen Teil der Atmosphärenbildung auf einer Aufnahme aus und so konnte ein jeder von uns schlussendlich etwas komplett einzigartiges schaffen. Ein jeder Fotograf weiß, dass der Shootingmoment an sich nur nur ein kleiner Teil des großen Ganzen ist. Nach all der Vorbereitung und Aufregung am eigentlichen Tag, konnten wir uns in einer ruhigen Post-Production Atmosphäre alle noch einmal mit unserem eigenen Stil auseinandersetzen, so dass kein einziges der Fotos von drei Fotografen, welches oft ein und dieselbe Pose zeigt, einem der anderen Shootingteilnehmer gleicht.

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